Wandfarben Test

Ein Wandfarben Test soll intensiv zur Kaufentscheidung beitragen, wenn es um die richtige Wandfarbe geht. Welche Art von Farben gibt es überhaupt und welche ist die korrekte für die jeweilige Anwendung? Wie gut ist die Deckkraft und wie oft muss der Verbraucher eine Wand streichen, bis die gewünschte Deckung einsetzt? Wo wird die Farbe am besten gekauft und worauf sonst muss noch geachtet werden? All dieses Fragen werden im Folgenden beantwortet und helfen dem Anwender, die richtige Wandfarbe zu finden.

Last update was in: 22. August 2017 11:01

Was ist eine Wandfarbe

Eine marktgerechte Wandfarbe wird auch Dispersionsfarbe genannt. Wenn sich chemisch mindestens zwei verschiedenartige Stoffe verbinden, wird diese Mischung Dispersion genannt. Fast alle handelsüblichen Flüssiganstriche sind Dispersionsfarben und beinhalten nicht nur die eigentliche Dispersion, sondern auch noch Lösungs- und Bindemittel, Füller, Pigmente und weitere Zusätze in verschiedenen Konzentrationen.

Wasser ist der nötige Verdünner, damit eine Wandfarbe überhaupt funktioniert und ist der Hauptbestandteil. Kunststoffe und Kunstharze aus Mineralölen werden als Bindemittel hinzugefügt und bei weißer Farbe wird das Pigment Titandioxid eingesetzt. In jedem Wandfarben Test werden die getesteten Produkte auf Konservierungsmittel, Stabilisatoren, Verdickungsmittel und Entschäumer untersucht. Diese Hilfsstoffe sollen im Allgemeinen dazu dienen, die Farbe qualitativ zu verbessern. Der Begriff Kunstharz-Dispersionsfarben erklärt sich sicherlich ganz von allein. Diese besitzen einen hohen Anteil an Kunstharz und sind somit wasserfest und werden hauptsächlich an Außenwänden eingesetzt.

Die Konsistenz von Wandfarben ist im Regelfall dickflüssig oder zumindest flüssig. Diese feste Farbe wird so bevorzugt, da man mit ihr normalerweise nicht klecksen oder spritzen kann. Auf der anderen Seite ist die Arbeit mit fester Farbe schwieriger. Deshalb gibt es auch qualitativ wertvolle sogenannte tropfgehemmte flüssigere Farben, die viel müheloser anzuwenden sind. Sie haben eine geleeartige Festigkeit und tropfen auch so gut wie nicht. In den Tests wird erwähnt, dass diese letzteren sich viel einfacher verarbeiten lassen, als feste Farben.

Eine weiße Dispersionsfarbe wird häufig mit Abtönfarbe vermischt, um den gewünschten Farbton zu erlangen und dann zum Überstreichen von Tapeten oder Raufasern benutzt. Das vermindert die Renovierungskosten, denn anstatt neu zu tapezieren, wird über die bestehende Tapete gestrichen. Den Farbtönen ist hier keine Grenze gesetzt, es gibt wirklich jede nur erdenkbare Nuance und es ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei. Das korrekte Aussuchen der richtigen Farbtöne ist auch deshalb so wichtig, da die Wandfarbe ja auch zu den Möbeln und dem Rest der Einrichtung passen muss. Der richtige Ton gibt einem Raum die passende Tiefe und Wirkung. Insgesamt liegt der Trend bei der Einrichtung klar bei Wandfarben und Tapeten werden jeden Tag weniger angeklebt. Das Streichen ist so viel praktischer, keine Tapete muss erst mühsam abgelöst werden und dann wieder angeklebt werden. Mit ein paar gezielten Pinselstrichen wird jeder Raum perfekt akzentuiert und die gewollte Wirkung erzielt.

Die Auswahl beim Tapetenangebot ist sehr eingeschränkt und oft muss der Käufer von Geschäft zu Geschäft ziehen, um seinen Geschmack zu treffen. Die Auswahl bei Wandfarbe ist, wie gesagt, riesengroß und unbeschränkt, da sie meistens nach Wunsch zusammengemixt wird. Wichtig ist natürlich, sich vor dem Kauf an einem seriösen Wandfarben Test zu orientieren, damit die richtige Qualität gekauft wird und das Preis-/Leistungsverhältnis dann auch stimmt. Qualitativ minderwertige Farben verlieren schnell ihre Kraft, verblassen und blättern teilweise sogar ab. In den Tests wird die allgemeine Haltbarkeit geprüft.

Wandfarbe Test – wie wird er durchgeführt

Will eine Wandfarbe Testsieger werden, muss sie einige grundlegende Features vorweisen. Sie soll eine hohe Deckung erreichen, tropffrei sein und unangenehme Gerüche dürfen nicht vorhanden sein. Das ist beim Streichen in Räumen, in der Wohnung oder im Haus besonders wichtig. In den Tests findet man natürlich alle nur möglichen Ergebnisse, besonders bei der Deckung. Auf einem dunklen Untergrund ist die Deckung oft problematisch und auch Produkte mit höheren Kosten benötigen vielmals mehrere Auftragungen, bis sie gut decken.

Bevor ein Untergrund gestrichen wird, muss dieser unbedingt fett- und staubfrei sein. Genauso müssen bestehende Unebenheiten oder kleine Löcher ausgespachtelt werden. Dazu gibt es viele Optionen an Spachtelmassen auf dem Markt. Natürlich muss auch die Umgebung für die Anstreich-Arbeit vorbereitet werden. Steckdosen oder Telefonkästchen sollten entfernt werden und nicht nur abgeklebt werden, andere Dinge können mit Krepppapier geschützt werden und große Plastikfolien sind das Beste für den Fußboden, wenn dieser nicht auch gestrichen werden soll. Fußbodenleisten werden in den meisten Fällen auch nur abgeklebt, wenn möglich, ist aber zu empfehlen, diese auch kurzfristig zu entfernen.

Es existieren Untergründe wie Gips- oder Faserplatten. Diese Wände müssen vor dem Streichen auf jeden Fall mit einem speziellen Produkt grundiert werden, da sie sonst zu viel der Wandfarbe aufsaugen. Auch wird der gewünschte Deckungs-Effekt bei aufsaugenden Wänden kaum eintreten, sollten diese nicht vorbehandelt werden.

Am besten bei Zimmertemperatur streichen und vom Fenster her arbeiten

Das Streichen bei Zimmertemperatur ist das beste, um am Ende mit seiner Arbeit zufrieden sein zu können. Wandfarben funktionieren weder bei extremer Kälte, noch bei sehr geheizten oder auch zügigen Umfeldern, jedoch bei einer geregelten Temperatur.

Man beginnt am besten von den Fenstern her mit dem Anstrich. Soll jedoch auch die Decke des Raumes neu gestrichen werden, wäre diese auf jeden Fall zuerst dran. Für größere Flächen ist das Arbeiten mit einer Rolle zu empfehlen. Um in Ecken zu kommen und kleinere Abschnitte zu streichen, wird ein Pinsel zur Hilfe genommen. Bei hohen Decken braucht man einen langen Stiel, der wie ein Teleskop fungiert.

Das korrekte Mixen oder Umrühren der Wandfarbe ist immer wichtig, aber gar unumgänglich, wenn mit Farbe mit Tönung gearbeitet wird. Je dunkler der Ton, desto wichtiger ist das Umrühren. Oft setzen sich Farbpigmente gern am Boden ab und nur durch das geduldige Umrühren werden diese wieder mit dem Rest des Produktes gemischt. Gut ist es sicherlich auch, die Farbe erst einmal an einer Stelle zu testen und aufzutragen, um zu sehen, ob sie richtig deckt und auch, ob die gewünschte Farbe nach dem Trocken auf dem jeweiligen Untergrund die ist, die man sich vorgestellt hatte.

Wo wird eine Wandfarbe am besten angewandt?

Egal ob bei Renovierungen einer Wohnung oder eines Hauses, aus dem man auszieht oder von dem neuen Heim, in das man einziehen wird oder auch einfach, wenn der Lebensbereich im Allgemeinen neu gestaltet werden oder wieder neu und sauber aussehen soll, die Wandfarbe ist in jedem dieser Fälle die Lösung zum Anstrich und ein Jeder muss sich irgendwann mit ihr auseinandersetzen. Natürlich kann auch ein professioneller Malerbetrieb angestellt werden, aber auch dieser wird mit dem Kunden die zu benutzende Qualität und Tonalität der Farbe diskutieren. Deshalb ist es so wichtig, sich mit seriösen Testberichten von Wandfarbe zu beschäftigen, um eine hochwertige und perfekte Wahl zu treffen.

Die weiße Dispersionsfarbe bietet eine außerordentliche Vielseitigkeit, denn sie lässt alle Räume freundlich, hell und wie neu aussehen. Helle Farbtöne lassen Zimmerdecken im allgemeinen höher erscheinen und machen die Räume optisch größer. Eine sehr hohe Decke sieht jedoch oft sehr gut aus, wenn sie mit einer dunkleren Farbe gestrichen wird. Durch das Mixen von Farben und Tönen lassen sich alle nur erdenkbaren Variationen erreichen und es kann die gewünschte Atmosphäre für jeden Raum erzielt werden. Die weiße Farbe kann mit jedem erhältlichen Ton gemischt werden, um die für den Raum oder den Bereich optimale Farbnuance zu bekommen.

Die Wandfarben sind in sogenannte Nassabrieb-Klassen eingeteilt und so ist beispielsweise die Klasse 2 ideal für Badezimmer und Küchenwände, da dort oft mit Wasser gespritzt wird. In einem Wohn- oder Schlafzimmer ist meistens die Nassabrieb-Klasse 3 ausreichend und in Kinderzimmern, wo auch mal mit Flüssigkeiten gespielt werden kann, wiederum die Klasse 2 zu empfehlen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Dispersionsfarben ein extrem gutes Deckvermögen haben, schnell trocknen und beim Auftragen wenig tropfen, da sie dickflüssig sind. Sie sind abwaschbar und somit fleckenbeständig und belästigen kaum durch unangenehmen Geruch beim Auftragen.

Verschiedene Arten der Wandfarbe

In einem Wandfarben Test werden die einzelnen Farben in Kategorien aufgeteilt, damit der Verbraucher einen besseren Überblick erlangen kann, denn es gibt wirklich viel Auswahl und zahlreiche Optionen. Der Anwendungszweck ist hier ein wichtiger Punkt und muss in Betracht gezogen werden.

Die Dispersionsfarben werden hauptsächlich in diese verschiedenen Arten eingeteilt:

  • Natur-Dispersionsfarbe
  • Kunstharz-Dispersionsfarbe
  • Silikat-Dispersionsfarbe

Hier erklären wir alle drei Optionen im Detail.

Die Natur-Dispersionsfarbe

Hier sind die Haupt-Inhaltsstoffe natürlicher Herkunft und die Zusammensetzung ist der Unterschied zur Kunstharz-Farbe. Ansonsten wird diese Variante genauso benutzt wie die Kunstharz-Dispersionsfarbe. Für Allergiker und Menschen, die lieber alles natürlich und sehr umweltfreundlich haben, ist dieses die ideale Option. Diese Farbe wird auf einer Basis von Lein- oder Sonnenblumenöl produziert und ist somit sehr gesund- und umweltfreundlich. Der Preis ist im Vergleich zu den anderen Farben hoch und deshalb ist die Nachfrage nicht so hoch, wie sie aus Umwelt- und Gesundheitsgründen sicherlich sein sollte. Es gibt deshalb auch nicht so die große Auswahl von Natur-Farben.

In den Tests schneiden diese Wandfarben jedoch sehr gut ab, da sie keine giftigen Stoffe oder Lösungsmittel enthalten. Sie werden auch nachhaltig hergestellt und haben eine enorme Leuchtkraft, da Naturfarben Farbpigmente aus Mineralstoffen beinhalten.

Die Kunstharz-Dispersionsfarbe

Das benutzte Bindemittel ist in diesem Fall Kunstharz und fast alle im Handel erhältlichen Dispersionsfarben enthalten diesen Stoff. Das in der Farbe enthaltene Wasser trocknet nach dem Auftragen und man kann einen dünnen Kunststofffilm beobachten, der die gestrichene Wand überzieht. Diese Farbe ist wasserunlöslich und somit nachhaltig und sehr kräftig. Leichte Verarbeitung und der schon erwähnte Vorteil, dass man mit den Abtönfarben die Wunsch-Nuance erreichen kann, machen die Anwendung auch ideal. In den Tests überzeugen die meisten Kunstharz-Farben auch, da sie nur geringfügige Anteile an Lösungsmitteln beinhalten.

Die Silkat-Dispersionsfarbe

Alle Vorteile der Kunstharz-Farbe können auch für die Silikat-Farbe aufgeführt werden. Sie ist zudem noch beständiger, da eine Verkieselung mit dem gestrichenen Untergrund erfolgt. Allerdings liest man bei dieser Variante oft auch, dass es gewisse Nachteile gibt. Sie enthalten Bindemittel, die alkalisch sind und Schleimhäute und Haut verätzen können. Zusätzlich hat dieser Typ von Farbe einen allgemein hohen Preis, was in Wandfarben Tests als negativ angesehen wird.

Die Latex Wandfarbe

Für gesonderte Anforderungen gibt es Latex Wandfarbe. Diese Farbe kann sogar abgescheuert werden und ist sehr abriebfest. Außerdem weist sie Wasser extrem gut ab. Wenn Schmutz an ihr hängenbleibt, kann dieser mühelos mit Wasser und/oder einem kaum aggressiven Putzmittel entfernt werden. Latex Farbe wird oft für Treppenhäuser oder Flure eingesetzt, da diese so viel benutzt werden und durch sie oft viele Gegenstände transportiert werden, mit denen angeeckt wird. Das einzige Problem dieser Farbe ist, dass sie so haltbar ist, dass die Entfernung oft Probleme bereitet. Wenn Tapeten gestrichen und abgelöst wurden, weichen diese kaum ein und müssen mit mühevoller Arbeit abgespachtelt werden.

Flüssige Raufaser-Farbe und Strukturfarbe

Eine flüssige Raufaser weist Holzpixel und auch Papierteile auf. Nach dem Anstrich sieht die Wand fast so aus, als hätte man sie mit einer Raufaser-Tapete tapeziert. Es muss hierbei professionell gearbeitet werden, denn falls diese enthaltenen Teilchen ungleichmäßig verteilt werden, sieht der Anstrich schnell laienhaft und uneben aus.

Ähnlich verhält sich eine Strukturfarbe. Sie beinhaltet kleinste Körner aus Quarzsand, welche der Wand nach dem Streichen eine Struktur geben. Auf den meisten Oberflächen, die etwas saugfähig sind, erreicht der Verbraucher mit dieser Art von Farbe nette Resultate. Streicht man eine Wand, die etwas uneben ist, können die problematischen Stellen ganz einfach ausgeglichen werden. Das Bearbeiten mit Strukturrollen hilft, den Anstrich noch effektiver zu machen. Ein gewisser Nachteil ist jedoch, dass die Entfernung der Strukturfarbe problematisch ist. Nicht selten muss diese sogar abgeschliffen werden, da sie sehr robust ist und der Quarzsand für eine ganz feste Oberfläche sorgt.

Worauf muss beim Kauf der Wandfarbe geachtet werden

Im Wandfarben Test gibt es Produkte, die klare Unterschiede beim Preis und auch in der Qualität der Farbe aufweisen. Zehn Liter Farbe gibt es schon ab 10 Euro, aber es können auch Farben in der gleichen Quantität für über 90 Euro gefunden werden. Deshalb wird allen Verbrauchern oder Anwendern empfohlen, die Testergebnisse genau anzusehen, damit die wichtigen Produkteigenschaften mit in die Kaufentscheidung einfließen können und sich nicht nur nach Preis orientiert wird, was in diesem Fall keine gute Idee wäre. Das soll aber auch absolut nicht heißen, dass eine kostengünstigere Wandfarbe nicht zufriedenstellende Ergebnisse abliefern kann.

Getestete Eigenschaften

In den meisten Tests werden die folgenden Features der Produkte genau unter die Lupe genommen:

  • Zusammensetzung und Art der Wandfarbe
  • Deckvermögen oder –kraft
  • Nassabriebklasse-Einstufung
  • Ergiebigkeit

Die Art der Wandfarbe bezieht sich auf die Zusammensetzung. Eine Farbe, die aus natürlichen Stoffen hergestellt wird ist für die Gesundheit und unsere Umwelt sicherlich das Beste. Jedoch liegen die Preise sehr viel höher als die einer Kunstharz-Farbe. Sollen kleinere Flächen gestrichen werden, ist der Unterschied nicht so zu merken, wie bei größeren Projekten, wie z.B. die Renovierung der ganzen Wohnung oder des ganzen Hauses. Die wichtigsten Farbenhersteller wissen jedoch, dass das Thema Umwelt und Gesundheit sehr relevant ist und versuchen mit Farben, die u.a. weniger oder gar keine Konservierungsstoffe enthalten, freundlichere Dispersionsfarben anzubieten. Die Umweltbelastung wird dadurch abgedämpft und der Verbraucher hat eine etwas gesündere Lösung, bei nicht so hohem Preis zur Auswahl.

Wenn es darum geht, wie gut eine Farbe deckt, wird in den Tests darauf geachtet, wie viele Anstriche benötigt werden, um das gewünschte Deckergebnis zu erzielen. Die Farbe soll z.B. auch die Stellen, an denen Tapeten zusammengefügt sind oder auch kleiner Unreinheiten auf einer Wand zuverlässig abdecken. Bei den besten Produkten erreicht man dieses schon mit einem Anstrich, aber es gibt auch viele andere, wo zwei oder mehrere Anstriche nötig sind, um eine gute Deckung zur erreichen und diese werden dann in einer Kategorie mit geringer Deckkraft eingeordnet werden. Hat eine Wandfarbe eine qualitativ erstrangige weiße Pigmentierung, ist das Deckvermögen das allerbeste.

Die Nassabriebklasse ist ein weiteres Kriterium, welches in den Tests geprüft wird. In Räumen, die feucht sind, oder wo Wasser spritzen kann, wie Badezimmer, Küchen oder auch Kinder- oder Spielzimmer und Garagen, ist es wichtig, dass die Farbe beständiger ist und sich nicht so einfach abreiben lässt. Nicht so bedeutungsvoll ist dieser Aspekt bei Wänden in Wohnzimmern, Schlafzimmern oder Fluren, da hier viel weniger verschmutzt wird oder der Kontakt mit Wasser sehr selten ist.

Die DIN EN 13300 Norm

Diese Norm regelt offiziell die Einordnung nach Qualität von Wand- und auch Deckfarben. Der Titel dieser Norm ist Beschichtungsstoffe, wasserhaltige Beschichtungsstoffe und Beschichtungssysteme für Wände und Decken im Innenbereich. Früher gab es die DIN 53778, die durch die DIN EN 13300 erneuert wurde.

Deckvermögen nach DIN EN 13300

Das Deckvermögen, oder hier auch Kontrastverhältnis genannt, unterscheidet die Farben nach Bindemitteltyp und geplanter Anwendung.

Die Klassen gehen von 1 bis 4, wobei in der Klasse 1 ein Kontrastverhältnis von 99,5, in der Klasse zwei 98 bis < 99,5, in der Klasse 3 sind es 95 bis <98 und in der Klasse 4 wird <95 eingestuft. Hierbei zählen die Herstellerangaben in Relation dazu, wie ergiebig die Farbe ist, gemessen in m2 pro Liter. Das bedeutet, dass eine Farbe beispielsweise eine Ergiebigkeit von ab 7 m2 pro Liter in der Klasse 1 aufweist. In der Klasse 2 sind es 5 bis 7 m2 pro Liter.

Die von den Farbenherstellern angegebenen Werte sind jedoch oft sehr unterschiedlich von denen in der Norm angegebenen. Sollte das Produkt aber mit einem Deckvermögen „EN 13300 – Klasse 1“ gekennzeichnet sein, kann der Verbraucher davon ausgehen, dass diese Farbe eine hohe Deckkraft aufweist.

Glanz nach DIN EN 13300

Wenn es um den Glanz einer Farbe geht, sind die wohl bekanntesten Ausdrücke „seidenmatt“ und „seidenglänzend“ und diese werden offiziell auch als „mittlerer Glanz“ benutzt. Der Glanz wird als der sogenannte Reflexionswert je nach dem Messwinkel eingeteilt:

  • Stumpfmatt <5, mit einem Messwinkel von 85 Grad
  • Matt <10, 85 Grad
  • Mittlerer Glanz = 10, 85 Grad
  • Mittlerer Glanz <60, 85 Grad
  • Mittlerer Glanz <60, 60 Grad
  • Glänzend = 60, 60 Grad

Maximale Korngröße nach DIN EN 13300

Bei diesem Kriterium zur Unterscheidung von Farben geht es um die wasserhaltigen Beschichtungsstoffe. Auch dieses ist in der Norm geregelt. Die Klassifizierung geht nach der Korngröße in Mikrometer (μm), die dem Anwendungszweck angepasst wurde:

  • Sehr grob: über 1500 μm – grobe Strukturputze
  • Grob bis 1500 μm – feine Strukturputze
  • Mittel bis 300 μm – Streichputze
  • Fein bis 100 μm – Dispersionsfarben für den Innenbereich

Die Nassabriebbeständigkeit nach DIN EN 13300

In der DIN-Norm wird die Nassabriebebeständigkeit als die Scheuer- bzw. Waschbeständigkeit, also die Beständigkeit bei Reinigung der mit der jeweiligen Farbe gestrichenen Fläche, beschrieben. Dabei geht es um die Widerstandsfähigkeit bei mechanischem Abrieb, was meistens beim Reinigen der Fläche relevant wird.

In der vorherigen DIN 53778 gab es z.B. die Klasse 2, die „scheuerbeständig“ hieß, oder „waschbeständig“ war die Klasse 3. Die neuen offiziellen 5 Klassen der Nassabriebbeständigkeit nach EN 13300 sind die folgenden, auch wenn in der Praxis die anderen zwei Hauptkriterien schon noch eingesetzt werden.

 

  • Klasse 1 < 5 μm Abrieb, bei 200 Hüben
  • Klasse 2 ≥ 5 μm und < 20 μm, bei 200 Hüben
  • Klasse 3 ≥ 20 μm und < 70 μm bei 200 Hüben
  • Klasse 4 < 70 μm Abrieb bei 40 Hüben
  • Klasse 5 ≥ 70 μm bei 40 Hüben

Überlegungen vor dem Kauf einer Wandfarbe

Die Art der Wandfarbe ist einer der wichtigsten Punkte, die vor dem Kauf überlegt werden sollten. Hier geht es prinzipiell um die Entscheidung zwischen einer Version mit Kunstharz, oder einer Farbe, die natürliche Stoffe enthält, welche automatisch einen höheren Preis aufweist, dabei aber umweltfreundlicher ist und auch gesünder für den Anwender. Alle in der genannten DIN aufgeführten Kriterien sollten, je nach Anwendung und Anwendungsort, auch in Betracht gezogen werden.

Gängige Marken von Wandfarbe im Test

Die Farben und Lacke des Herstellers Alpina sind in Deutschland sehr bekannt und dieser bei Darmstadt ansässige Anbieter kann sicherlich als Marktführer angesehen werden. Es gibt keinen Wandfarben Test, bei dem die Farbe „Alpinaweiß“ nicht mit dabei ist. Dieses Produkt gibt es immerhin schon seit 1901 und da es oft Testsieger war und ist und immer nur positiv abschneidet, wird es von vielen die „Farbenmarke des Jahrhunderts“ genannt. Qualität und deren Prüfung und erkorene Inhaltsstoffe sind für Alpina eines der wichtigsten Mottos bei der Herstellung von Farben.

Ein weiterer Name, der in den Tests nicht fehlt, ist der des Wandfarbenherstellers Caparol. Die Deckkraft wird hier immer hervorgehoben und auch eine qualitativ hochwertige Verarbeitung. Ein Anstrich mit einer Farbe der Palette von Caparol und das gewünschte Ergebnis wird meistens erreicht. Im Test wird auch die geringfügige Geruchsbelastung durch diese Produkte positiv erwähnt.

Kostengünstigere Alternativen von Wandfarben bietet Schöner Wohnen und in zahlreichen Tests überzeugen diese Produkte durch Deckkraft und Ergiebigkeit. Hervorgehoben wird oft, dass sich diese Farben mühelos mit einer Farbrolle auftragen lassen, da sie sehr gut von der Rolle aufgenommen werden. Das Produkt „Polarweiß“ ist mit seiner jüngst verbesserten Zusammensetzung insgesamt sehr beliebt und überrascht durch positive Testergebnisse bei preisgünstigem Angebot.

Der Hersteller Auro überzeugt durch seine natürlichen Wandfarben, die allerdings in der gehobenen Preisklasse zu finden sind. Die Verarbeitung dieser Produkte ist einfach und die Farben werden als äußerst robust und strapazierfähig eingestuft. Allerdings bemängeln einige Testergebnisse, dass dieser Hersteller die bei der Produktion benutzten Konservierungsmittel nicht unbedingt ausführlich genug auf den Etiketten angibt, was oft zu einem Punkteabzug im einem Wandfarbe Test führt.

Der beste Ort zum Kauf von Wandfarbe

Nachdem sich ein Verbraucher ausführlich und intensiv darüber erkundigt hat, welche Wandfarbe für ihn die richtige ist, wird der eigentliche Kauf stattfinden, der oft zeitaufwendig sein kann. Wählt man einen ortsansässigen Farbenhändler, bietet dieser oft nur wenig Auswahl und wird einen nur zu den von ihm verkauften Marken und Produkten beraten, da er diese ja verkaufen möchte. Gibt es hier die schon ausgewählten Farben, ist die Option natürlich da und eine objektivere Beratung steht eher im Hintergrund.

Der nächste Baumarkt bietet sicherlich eine größere Auswahl an Wandfarben. Jedoch fehlt hier öfters die Beratung, da nicht genug Fachpersonal vorhanden ist und der Käufer steht vor einem vollen Regal, wo er häufig oft erst einmal gar nicht weiß, was alles bis oben aufgestapelt ist. Findet man trotzdem das, was man sucht, kommt einerseits dazu, dass man die schweren Farbeimer selbst in den Einkaufwagen hieven muss, andererseits der Transport im Kofferraum bis nach Hause. Auch dort muss das schwere Produkt dann wieder aus dem Auto bis ins Haus geschleppt werden.

Moderner, müheloser und relaxter geht es natürlich beim Internet-Einkauf vor. Da sich der Verkäufer ja schon durch die verschiedenen Tests sowieso im Internet schlau gemacht hat, benötigt er die Beratung im Fachhandel oder Baumarkt ja meistens gar nicht mehr. Weiß man, welches Produkt das richtige für seine Anforderungen und für sein Budget ist, geht es bei der vorliegenden Kaufentscheidung nur noch um den korrekten Onlineshop, in dem das Produkt zum besten Preis und mit den passenden Liefer- und Zahlungsbedingungen angeboten wird. Nach ein paar Klicks ist die gewünschte Wandfarbe bestellt und wird automatisch bis zur Haustür geliefert. Hat man aus Versehen falsch bestellt oder ist mit dem Produkt dann doch nicht ganz zufrieden, gibt es unkomplizierte Rückgaberechte und der Kaufpreis wird ohne viel Diskussion oder Ärger zurückerstattet. So spart der Verbraucher klar wertvolle Zeit und in den meisten Fällen auch Geld. Hier kommt der positive Aspekt von einem Testergebnis ins Spiel, da wie gesagt, die Kaufentscheidung an sich schon vor dem eigentlichen Kauf gefällt werden kann.

Interessante Fragen und Antworten zur Wandfarbe und zur Arbeit mit ihr

Beim Lesen von Wandfarben Tests stoßen die Ergebnis suchenden Verbraucher oft auch auf sehr brauchbare und sinnvolle Tipps, die etwas über die Produkteigenschaften an sich hinausgehen und durchaus auch bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen können.

Wie berechnet man, wie viel Farbe benötigt wird?

Auf einem Farbeimer ist immer der Verbrauch in Millilitern pro gestrichener Quadratmeter angegeben. Jeder Hersteller gibt jedoch seine eigenen Werte an und oft sind diese eher subjektiv. Der gute Wandfarben Test liefert den Wert ab, wie ergiebig die Farbe bei der Benutzung wirklich ist. Natürlich muss beachtet werden, dass jede Wand anderes ist und sich anders verhält und dass somit eine 100%ige Prognose des Verbrauchs immer schwer sein wird. Empfohlen wird, ein wenig mehr zu kaufen, als man ausrechnet oder als auf dem Produkt steht. Auch ist es immer gut, ein wenig vom Produkt übrig zu behalten, denn häufig muss etwas ausgebessert werden oder ein zweiter Anstrich kann schnell nötig sein.

Was muss vor dem Streichen gemacht werden?

Eine richtige Vorbereitung erleichtert die Arbeit extrem. Die meisten Wandfarben werden tropffrei angeboten, jedoch wird immer mal gekleckst, das ist eigentlich kaum zu vermeiden, besonders bei Anwendern, die diese Arbeit nicht täglich ausführen. Jedoch selbst ein Profi wird den Fußboden mit Folie abdecken, um nach dem Streichen nicht aufwendig alles reinigen zu müssen. Fenster müssen auch mit Folie abgeklebt werden und spezielles Krepppapier für den Malerbedarf muss auch benutzt werden. Alles, was nicht gestrichen werden soll, muss mit Malerkrepp abgeklebt werden. Das sind z.B. Türenkanten, Fenster, Steckdosen oder Telefonboxen. Das Krepppapier wird auch dafür eingesetzt, wenn mit verschiedenen Farbtönen gearbeitet wird, damit der Übergang von einer zur anderen Farbe sauber geschafft werden kann.

Arbeiten mit schmutzigen und unebenen Untergründen

Jede zu streichende Fläche muss erst einmal von Schmutz und Staub befreit werden. Auch muss der Untergrund unbedingt trocken sein. Findet man Löcher von Dübeln oder Nägeln und rissige Stellen, müssen diese mit Füllmaterialien gefüllt und verspachtelt werden. Auch ist in einigen Fällen das Vorstreichen mit einer Grundierung nötig oder empfehlenswert, denn auch eine qualitativ hochwertige Wandfarbe schafft es nicht, alle Unreinheiten auszugleichen oder auf saugfähigen Untergründen genug zu decken.

Schimmelige Wände, was tun?

Oft sind Wände in Kellern oder Räumen, die nicht genug belüftet werden können mit Schimmel befallen. Auch wenn der Testsieger aller Wandfarben benutzt wird, muss hier vor dem Streichen erst einmal ein spezielles Anti-Schimmel Mittel aufgetragen werden. Es gibt diese Produkte zu kaufen oder man kann auch Wasser mit Essig mischen um in den meisten Fällen den Schimmel nachhaltig entfernen zu können. Das Tragen eines Mundschutzes ist hier besonders wichtig und auch, dass die Wand erst wieder absolut trocknet, bevor die Wandfarbe aufgetragen werden kann.

Wie lange hält sich Wandfarbe?

Wenn der Behälter der Wandfarbe nach der Benutzung gut und hermetisch geschlossen wird, hält das Produkt sich über mehrere Jahre. Was übrig bleibt, muss also nicht sofort nach der Anwendung entsorgt werden. Es ist immer gut, etwas Farbe im Haus zu haben, sollte einmal eine Stelle ausgebessert werden müssen. Am besten wird eine Wandfarbe an einem kühlen und trockenen Ort, wie in einem Keller oder in einer Garage, gelagert. Je nach Produkt ist die Haltbarkeitsdauer jedoch auch verschieden. Wenn die Farbe nach dem Öffnen noch gut aufgeschlagen und verquirlt werden kann, kann sie auch noch ohne Probleme benutzt werden.

Muss oder kann man Wandfarbe verdünnen?

Eigentlich wird eine Wandfarbe immer fertig zum Gebrauch sein und hat schon die richtige Zusammensetzung. Wird Wasser hinzugefügt, was grundsätzlich kein Problem sein sollte, nimmt natürlich die Deckkraft sofort ab und es kann nicht das gleiche Ergebnis erwartet werden, wie von dem unverdünnten Produkt.

Wandfarben und Allergien

Die besten Wandfarben für Allergiker sind wohl Produkte, die auf Wasserbasis hergestellt sind. Kunstharz-Dispersionsfarben können Allergien auslösen und sind somit mit Vorsicht zu behandeln, decken allerdings besser. Wandfarben auf Wasserbasis werden immer mehrere Anstriche benötigen, um die Deckkraft auszugleichen. Am besten ist es hier, sich in den Wandfarben Tests ausführlich über die Allergiewerte zu informieren, da dieses in fast allen Tests auch ein Kriterium ist.

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